Bildergalerie

Bild vom Festgottesdienst in Tamale (von Achim Knecht)

Unsere erste Unterkunft in Tamale von außen und innen (zwei der drei Zimmer hatten sogar Strom!)

Manuel im Hotel in Salaga

 

 

Eindrücke vom See bei Salaga

 

Gruppenbild vor dem Restaurant in Sawla

 

Widmungstafel (vorläufig) am girls hostel in Tamale

Eindrücke aus dem Mole-Nationalpark in Damongo

Reisegruppe mit Smoks in Salaga

 

Wir singen/schreien „Aufsteh´n, aufeinander zugeh´n“ bei der Youth Musical Night in Salaga

 

Eindrücke vom Spielnachmittag auf dem Schulhof von Salaga

 

Eindrücke vom Besuch in Galante im Distrikt Salaga

Besuch im „Sklavenmuseum“ in Salaga

 

 

Wir hätten diese Bildergalerie endlos fortsetzen können. Wer mehr sehen und hören will, muss am 14.6. um 19 Uhr in die ev. Dankeskirchengemeinde kommen. Da stellen wir unsere Eindrücke der Reise noch einmal ausführlich vor.

Tamale und Heimflug

Am Mittwoch ging es zurück nach Tamale. Dort schliefen wir diesmal im Gästehaus auf dem Gelände des Chairmans. Manuel, Christoph und Hannah besuchten am Abend noch in einem Gottesdienst zur Passionswoche.

Am Donnerstagvormittag besuchten wir noch das girls hostel, das mit den Geldern der FAZ-Spendenaktion gebaut wurde. Knapp zwei Wochen nach der Einweihung ist es fast fertig, wenn man dem Bauleiter glauben darf. Für deutsche Verhältnisse sieht es noch ziemlich unfertig aus. Je nach Rechnung (ghanaisch oder deutsch) sollen zwischen 280 und 500 Schülerinnen dort untergebracht werden, um sicher lernen und schlafen zu können. Es war sehr spannend, das Projekt besuchen zu können und zu sehen, was aus den Spendengeldern gewachsen ist.

Dann ging es über Accra und London nach Hause. Wir waren alle froh, eine funktionierende Dusche, gewohntes Essen und das vertraute Bett wiederzusehen. Trotz alledem war unser Besuch in Ghana eine wundervolle Erfahrung. Wir haben so viele Menschen kennengelernt, so viel erlebt und gelernt und es ist uns bewusst geworden, wie viel so ein Besuch in und für uns, aber auch für die Menschen in Ghana bewegen kann!

Damongo (Fortsetzung)

Die Youth Musical Night war super. Leider ist es anscheinend in ghanaischen Kirchen nur möglich, die Anlage lauter zu stellen. Leiser geht nicht. Wir haben deutsche Lieder vorgetragen, gemeinsam Dana se gesungen und ghanaische Lieder gehört. Sogar den Tanzwettbewerb haben wir gewonnen. Das jedoch wahrscheinlich mehr aus Höflichkeit, als wegen unseres Talentes.

Am Montag haben wir die Schulen der PCG in Damongo besucht. Es dauerte etwa 3,5 Stunden, bis wir alle Klassen abgegangen waren. Alle Schüler haben sich riesig gefreut, dass wir sie besucht haben. In den höheren Klassen haben die Kinder auch viele Fragen gestellt. Einige waren für uns zunächst komisch, wie „Wie viele Stunden hat ein Tag in Deutschland?“ oder „Wie viele Monate hat ein Jahr in Deutschland?“, zeigte aber auch eindeutig die Unwissenheit der Schüler über Deutschland und Europa auf. In den Schulen mangelt es an Materialien und Möbeln. Nicht nur einmal wurden wir um Unterstützung gebeten. Auffällig war aber, dass in Damongo alle Kinder Englisch verstehen und sprechen konnten, während in den Schulen in Salaga noch Übersetzer benötigt wurden. Außerdem haben wir an diesem Vormittag die Bäckerei besucht. Mit den Geldern der EKHN wird ein neues Backgebäude incl. modernerem Ofen errichtet (siehe Bild).

Am Montagabend hatten wir einen Spieleabend gemeinsam mit den Vertretern der Jugend vor Ort. 

Es war sehr lustig neue und altbekannte Spiele (mit neuen, bzw. angepassten Regeln) zu spielen.

Am Dienstag besuchten wir die Gemeinden In Bole und Sawla, die zum Damongo-Distrikt gehören. Es war sehr warm an diesem Tag und auf die Verkehrssicherheit wird anders geachtet als in Deutschland (siehe Bild: Felix uns Hannah auf der Ladefläche unseres Autos).

In Bole wird ein neues Pfarrhaus errichtet, um die Miete des aktuellen Hauses einzusparen. Außerdem war es sehr spannend, das Kindergarten- und Schulgebäude zu sehen, das sich beim letzten Besuch noch im Bau befunden hatte.

Auch in Sawla wird gebaut. Im Jahr 2016 hatten wir die Baupläne zur Ansicht bekommen. Nun wurde angefangen, die Kirche zu bauen. Wir aßen in einem Restaurant in Sawla und fuhren dann zurück nach Damongo, wo ein festliches Abschiedsessen mit vielen Jugendlichen für uns veranstaltet wurde. Wir alle bekamen einen Smok (traditionelles Kleidungsstück) geschenkt und aßen gemeinsam in der Kirche. Etwas befremdlich war für uns die Situation, mit Waldmeisterbrause auf die Partnerschaft anzustoßen, nachdem Champagner angekündigt wurde, aber Alkohol ist in der PCG ja verboten. 

Wo ho te sɛn?

Vorgestern (23. 3.) durften wir mal wieder sehr früh aufstehen. Um 5 Uhr klingelte der Wecker. Die Koffer wurden gepackt und dann sollte es über Tamale nach Damongo gehen. Unsere Fahrer waren sechs Schafe und viereinhalb Ziegen zu spät. Benjamin teilte uns mit, dass das „car a small challenge“ hat. Gemeint war der Bus, der uns nach Tamale bringen sollte. Es stellte sich heraus, dass es vier Stunden brauchte, um die „small challenge“ zu beheben. In der Zwischenzeit haben wir die Funktion einer Quietscheente geklärt, Smoks geschenkt bekommen und viele Fotos gemacht.
Der Fahrer unseres Busses kaufte am Straßenrad Yams und gebackenen Fisch und nachdem der Fisch im Airbagfach verstaut war, konnte es endlich losgehen. Alle waren sehr glücklich, als der asphaltierte Teil der Straße endlich erreicht war.

In Tamale aßen wir im catholic guesthouse, dort gab es frittiertes Huhn mit Pommes (für die Vegetarier chinesisches Gemüse). Anschließend gingen wir zum cultural center in Tamale. Als wir endlich in Damongo angekommen waren, haben wir Faustina und einige Jugendliche der Gemeinde getroffen. Es gab noch etwas zu Essen und dann ging es in die Unterkunft. Wir sind woanders, als das letzte Mal, aber außer der (sehr) regelmäßig ausbleibenden Wasserversorgung ist es sehr gut.

Gestern (24. 3.) waren wir morgens im Mole Park. Wir hatten großes Glück und die Möglichkeit, eine ganze Horde Elefanten zu sehen. Außerdem liefen uns Warzenschweine, Antilopen und Affen vor die Linse. Für uns und unsere jungen Begleiter aus Damongo war es eine unglaubliche Erfahrung. Auf dem Rückweg besichtigten wir die alte Moschee (erbaut 1421) in der Nähe von Damongo. Da wir Christen sind, durften wir nicht hinein, aber es war trotzdem (einigermaßen) interessant, die Geschichte der Moschee zu hören. Am Nachmittag besichtigten wir den Markt von Damongo. Es war sehr staubig und voll und es gab alles zu kaufen, was man sich vorstellen konnte. Anschließend machten wir einen Spaziergang durch die 25.000 Einwohner Stadt. Am Abend waren wir alle sehr müde und wir durften glücklicherweise früh ins Bett. Fever, Faustinns Hund, brachte uns freundlicherweise nach Hause. Mitten in der Nacht wurden wir lautstark von einem jungen Herrn geweckt, der uns mitteilte, dass der Strom ausfällt und wir die Klimaanlagen ausmachen sollen (sie waren bereits aus) . 10 Minuten später wurde die Tür einem weiteren Festigkeitstest unterzogen. Der junge Mann teilte uns mit, dass wir die Klimaanlage wieder anmachen können (sie blieb aus).

Heute (25. 3.) gab es um 7 Uhr Frühstück. Um 9.30 Uhr startete der Gottesdienst. Die Kirche war mit Palmwedeln geschmückt. Nach ca. einer halben Stunde startete die Palmsonntagsprozession der Gemeinde. Wir zogen mit Palmwedeln durch die Stadt. Es wurde gesungen und getanzt. Nach unserer Ankunft in der Kirche dauerte derGottesdienst weitere 1, 5 Stunden. Es war sehr laut, aber auch mitreißend. Die Hochzeit eines Paares der Gemeinde wurde emotional verkündet (Die „kommende“ Schwangerschaft dauert wohl nur 5 Monate ab der Hochzeit) und schließlich fand auch dieser Gottesdienst ein Ende. Zum Mittagessen gab es frittiertes Yams und Kochbananen mit einer Bohnensoße. Es war sehr gut!

Heute Abend werden wir zu einer Youth Gospel Night gehen. Wir sind schon sehr gespannt, wie es wird.

Wahrscheinlich wird dies der letzte Eintrag während unserer Reise gewesen sein. Wir haben nur sehr schwer Zugang zu Internet. Wenn wir zu Hause sind, werden wir natürlich ausführlich berichten und auch noch ein paar Berichte und Fotos im Blog nachreichen.

Die Fahrt über den Fluss

Heute hieß es früh aufstehen. Um 5 Uhr klingelte der Wecker. Wir sind mit den Jugendlichen zu einem Fluss gefahren. Sie wollten uns die Erfahrung ermöglichen, mit einem Boot zu fahren. Außerdem wollten wir die Stadt am anderen Ende des Ufers besuchen, Yeji. Die Überfahrt war tatsächlich ein Ereignis! Es stellte sich heraus, dass alle unsere Begleiter nicht schwimmen können. Glücklicherweise mussten wir es niemandem spontan beibringen.

 

In Yeji sind wir über den Markt gelaufen und haben die Kirche der PCG besichtigt. Es war offensichtlich, dass Yeji ökonomisch deutlich besser dasteht als Salaga. Das zeigte sich auch bei  der Kirche. Sie war riesig und mit deutlich mehr Elektrizität ausgestattet als die in Salaga. Auf dem Markt kauften wir Bananen  und Kokosnüsse. Einer der Jugendlichen kaufte sich ein paar Schuhe.

Auf dem Rückweg hatten wir Glück. Das Boot fährt immer dann, wenn es voll ist. Ein kleiner Junge schöpft dann das eintretende Wasser aus dem Boot heraus.

Heute haben alle Sonnenbrand. Trotz viel Sonnencreme ließ es sich nicht vermeiden. Die Ghanaer fanden das sehr faszinierend. Wir weniger…

Dancing in Kalande

Am Nachmittag waren wir in Kalande, dem Ort, in dem Felix und Tabea gestern in der Schule waren. Dort haben wir die traditionellen Tänze des Dorfes gezeigt und mit den Jugendlichen des Dorfes gemeinsam getanzt. Es war sehr spannend, dass die Tänze sich von denen aus Kuwani deutlich unterschieden. Diesmal war es deutlich einfacher, einen Takt und die Choreographie zu verstehen. Die Kinder waren sehr beeindruckt von uns und wollten alle anfassen und die Hände küssen.

Anschließend trafen wir die Ältestendes Dorfes. Dort brauchten wir zwei Übersetzer, um mit ihnen zu kommunizieren. Derjenige, der Englisch sprach übersetzte zunächst in Gonja. Ein weiterer Mann übersetzte dies für die Ältesten in deren Dorfsprache.

 

Am Abend gewittert es stark. Wir haben das Phänomen, dass es blitzt, ohne zu donnern. Keiner kann erklären, wies0? Wer hat eine Idee??? Schreibt´s in die Kommentare 🙂

Der Strom ist weg. Mal sehen, wann er wieder kommt. In den Hotelzimmern ist es sehr warm, da die Ventilatoren nicht funktionieren. Wir sitzen nun im Flur, hier ist es kühler.

 

 

Slave Side in Salaga

Heute Vormittag besuchten wir den Slave Side von Salaga. Unser Guide zeigte uns die Wasserstellen, an denen die Sklaven sich waschen mussten, damit sie in Salaga  besser verkauft werden konnten. Zwischen 1792 und 1892 gingen ca. 500 000 Sklaven diesen Pass entlang und waren der „Exportschlager“ der Stadt. Im Boden waren Löcher, in  denen die Sklaven auf dasWasser warten sollten, um sich zu waschen. Außerdem war es ihnen in den Löchern schwer, zu flüchten. Die Sklaven wurden in den Süden des Landes verkauft, wo sie teilweise arbeiten mussten und teilweise nach Amerika verschifft wurden.                   

Anschließend besuchten wir den ehemaligen Sklavenmarkt mit einer Gedenktafel für Opfer des Handels und das Museum. Dort sahen wir traditionelle Jagdausrüstung der Sklaven.

 

Wir sind über den Markt von Salaga gelaufen. Dort erklärten die Jugendlichen der Gemeinde uns die verschiedenen Körner, aus denen traditionelles Essen hergestellt wird, wie z.B. Mais und Bohnen. Wir sahen traditionelle Kleidung und Friseure, die mit einem Rasiermesser ihren Kunden die Haare abrasierten.

Der Nachmittag am 20.3.

Am Nachmittag waren wir in Kuwani, einem kleinen Dorf im Distrikt. Dort mussten zunächst alle Bewohner von ihren Feldern gerufen werden, damit sie uns begrüßen und empfangen konnten.

Anschließend wurden wir von dem Katecheten und Ältesten des Dorfes begrüßt. Es war etwas kompliziert mit der Kommunikation, da die Dorfbewohner kein Englisch sprachen, sondern nur die Sprache ihres Dorfes. Wir hatten glücklicherweise einen Übersetzer bei uns. Gemeinsam haben wir zunächst traditionelle Tänze des Dorfes getanzt. Anschließend versuchten wir, den Dorfbewohnern den Mango-Song beizubringen. Die Stimmung war super und die traditionellen Tänze und Gesänge sind sehr beeindruckend!

Uns wurden noch die Schule und die Krankenstation gezeigt. Gemeinsam beteten wir für die Festigung der Partnerschaft.

 

Am Abend hatten wir einen Austausch mit Jugendlichen aus dem Salaga-Distrikt über Herausforderungen der jungen Generation in beiden Ländern. Es stellte sich heraus, dass viele Herausforderungen ähnlich sind, wie in Deutschland. Zudem haben die Jugendlichen eine zu vielversprechende Vorstellung von Deutschland. Wir haben versucht, diese Vorstellungen zu schmälern, was sich als schwierig herausstellte. Es gibt in Ghana eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. Die jungen Erwachsenen berichteten davon, dass sie teilweise zwischen 3 und 10 Jahren nach Abschluss der Ausbildung auf eine Arbeit warten müssen. Dann flüchteten wir vor dem aufziehenden Gewitter. Wir kamen pünktlich im Hotel an, der Strom ist sehr unregelmäßig vorhanden und wir werden bald schlafen. Gute Nacht!