Damongo (Fortsetzung)

Die Youth Musical Night war super. Leider ist es anscheinend in ghanaischen Kirchen nur möglich, die Anlage lauter zu stellen. Leiser geht nicht. Wir haben deutsche Lieder vorgetragen, gemeinsam Dana se gesungen und ghanaische Lieder gehört. Sogar den Tanzwettbewerb haben wir gewonnen. Das jedoch wahrscheinlich mehr aus Höflichkeit, als wegen unseres Talentes.

Am Montag haben wir die Schulen der PCG in Damongo besucht. Es dauerte etwa 3,5 Stunden, bis wir alle Klassen abgegangen waren. Alle Schüler haben sich riesig gefreut, dass wir sie besucht haben. In den höheren Klassen haben die Kinder auch viele Fragen gestellt. Einige waren für uns zunächst komisch, wie „Wie viele Stunden hat ein Tag in Deutschland?“ oder „Wie viele Monate hat ein Jahr in Deutschland?“, zeigte aber auch eindeutig die Unwissenheit der Schüler über Deutschland und Europa auf. In den Schulen mangelt es an Materialien und Möbeln. Nicht nur einmal wurden wir um Unterstützung gebeten. Auffällig war aber, dass in Damongo alle Kinder Englisch verstehen und sprechen konnten, während in den Schulen in Salaga noch Übersetzer benötigt wurden. Außerdem haben wir an diesem Vormittag die Bäckerei besucht. Mit den Geldern der EKHN wird ein neues Backgebäude incl. modernerem Ofen errichtet (siehe Bild).

Am Montagabend hatten wir einen Spieleabend gemeinsam mit den Vertretern der Jugend vor Ort. 

Es war sehr lustig neue und altbekannte Spiele (mit neuen, bzw. angepassten Regeln) zu spielen.

Am Dienstag besuchten wir die Gemeinden In Bole und Sawla, die zum Damongo-Distrikt gehören. Es war sehr warm an diesem Tag und auf die Verkehrssicherheit wird anders geachtet als in Deutschland (siehe Bild: Felix uns Hannah auf der Ladefläche unseres Autos).

In Bole wird ein neues Pfarrhaus errichtet, um die Miete des aktuellen Hauses einzusparen. Außerdem war es sehr spannend, das Kindergarten- und Schulgebäude zu sehen, das sich beim letzten Besuch noch im Bau befunden hatte.

Auch in Sawla wird gebaut. Im Jahr 2016 hatten wir die Baupläne zur Ansicht bekommen. Nun wurde angefangen, die Kirche zu bauen. Wir aßen in einem Restaurant in Sawla und fuhren dann zurück nach Damongo, wo ein festliches Abschiedsessen mit vielen Jugendlichen für uns veranstaltet wurde. Wir alle bekamen einen Smok (traditionelles Kleidungsstück) geschenkt und aßen gemeinsam in der Kirche. Etwas befremdlich war für uns die Situation, mit Waldmeisterbrause auf die Partnerschaft anzustoßen, nachdem Champagner angekündigt wurde, aber Alkohol ist in der PCG ja verboten. 

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